FRIEDEMANN

  Songwriter-Konzert

Der Weg des Lebens ist selten ein geradliniger und wenn man ihn konsequent gehen möchte, muss man akzeptieren, dass sich Prioritäten der Begleiter, die ein Stück mitgegangen sind, verändern und sie sich an einer Kreuzung in eine andere Richtung verabschieden. Man umarmt sich und winkt sich eine Weile nach. Dann geht jeder in seine Richtung und man sammelt Eindrücke, von denen man sich nach einer Weile viel erzählen kann. Wirkliche Freundschaft lebt davon, wie man mit solchen Situationen umgeht.
Matthias Arndt ist einer der wohl wichtigsten Wegbegleiter von Friedemann – als Bassist, Booker und Manager für Friedemann und bei COR hat er den Sound ebenso wie die bedingungslose D.I.Y.-Herangehensweise der Band und die Solo-Aktivitäten von Friedemann geprägt. Doch nun sind die beiden Freunde an einer der eben beschriebenen Kreuzungen angekommen und Matze wird in eine andere Richtung weiterziehen.
Im Jahre 2018 spielte Friedemann eine Tour, die seinen bisher weitgehend akustischen Entwürfen eine weitere Facette hinzufügte. Die Konzerte fanden mit kompletter Band statt, deren LineUp neben Friedemanns langährigem Wegbegleiter Janko mit Johannes Hinz am Schlagzeug und Matthias Arndt den Kern seiner Band COR beinhaltete. Auf dieser Tour entstand die Live-Platte „Mehr Sein als Schein“, die am 4. Oktober veröffentlicht wird. Kurz nach der Tour verließ Matthias Arndt beide Bands, an der oben beschriebenen Kreuzung.
COR sind in neuem LineUp nach wie vor aktiv und auch Friedemann wird in einer drastisch reduzierten Variante weitermachen – akustisch alleine und auf ausgewählten Konzerten mit Janko. “Mehr Sein als Schein” ist daher eine Klammer, die ein Kapitel schließt. Nicht aber die Geschichte.
“Eine andere Musik, dieselbe Idee , dieselben Ideale. Freunde ziehen los, spielen Lieder über ihre Art zu leben, zu denken und zu fühlen und mit dem Ziel, Menschen dafür zu begeistern ihr eigenes Leben anzupacken, Dinge zu bewegen und die Welt zu einem guten und gerechteren Ort für alle zu machen.” sagt Friedemann über das Live-Album und die neue Situation.

Foto: Christian Thiele