BOSTON CURTIS / SVPERMOLL + VORTRAG

  Powerviolence/Rrriot Girl-Konzert

SVPERMOLL aus D-City hat leider noch keinen Bandcamplink in ihrer Insta-Bio, beschert uns doch aber hin und wieder Einblicke in ihr Schaffen via Insta-Story. Was wir dort gesehen haben fanden svper und holen uns die Melchancholie der Svpermolls in die Villa.

BOSTON CURTIS ist eine Pflegeleichte 3-Personen-Hardcore-Geballer-Maschine
von der Elbe mit Powerviolence- At·ti·tü·de. Teile der Band waren bereits mit anderen Projekten in der Villa. Die Texte der Hamburger*innen handeln von den Zwängen des Alltags und der scheinabren Unmöglichkeit sich aus diesen zu befreien, sowie der Verwertung des Menschen im Late-Capitalism. Die svperjunge vierer Kombo SVPERMOLL aus D-City hat leider noch keinen Bandcamplink in ihrer Insta-Bio, beschert uns doch aber hin und wieder Einblicke in ihr Schaffen via Insta-Story. Was wir dort gesehen haben fanden svper und holen uns die Melchancholie der Svpermolls in die Villa.

Vortrag: Maja (Queers to the front Booking) –
„Zwischen Östrogenen und Tough-guy Hardcore“
Trans*feminine Menschen in der Punkszene – zwischen hypermaskulinen Hardcorebands und freien Oberkörpern wird der Raum häufig eng für Menschen, die normativen Geschlechtervorstellungen weniger entsprechen, dabei ist doch eigentlich gerade die Punkszene ein idealer Ort für freien Ausdruck und Diversität. Als Trans*frau, die viele Jahre ihres Lebens cis-männlich definiert lebte, konnte Maja über die Jahre, die sie in Punkbands, auf zahlreichen Touren und als Veranstalter*in verbracht hat und verbringt spannende Eindrücke von dem Vakuum zwischen unmissverständlich maskulinen Strukturen, pseudo-liberalen Musikvenues und queer_feministischen Freiräumen gewinnen. Vom oberkörperfreien Live-Foto mit 15 Jahren in der Lokalzeitung zur Tourmanagerin für queer_feministische Künstler*innen – es gibt viel Entwicklung zu erzählen: der Spagat zwischen der
Vorliebe für Hardcore-Punk und dem Langen nach Femininität, Mansplaining, Östrogene und die Schwierigkeit, eine Existenz in einer antikapitalistischen Szene nachhaltig zu machen.
Maja möchte einen Einblick in die Auslebung von Geschlechterrollen in der Punkszene und die Entwicklung
zur professionellen Unterhaltung eines queer_feministischen Tourservice geben, und mit dem Publikum gemeinsam die Erlebnisse in politische Kontexte einordnen und ins Gespräch kommen.
Maja betreibt hauptberuflich ihren internationalen Tourservice ‚Queers to the front Booking‘ und veranstaltet privat DIY-Konzerte in verschiedenen Gruppenkonstellationen. Sie verortet sich als
trans*feminin und nutzt das Pronomen ’sie‘.