YELLOW EYES / ULTHA / ANICON

  Black Metal-Konzert

Dass sich auch der popkulturelle Mainstream von einer Faszination für Black Metal nicht freisprechen kann, ist ein spannendes Phänomen der letzten Jahre. So findet eine Band wie Deafheaven breite Rezeption weit über einen eingeschworenen Szene-Kontext hinaus und experimentelle Künstlerinnen wie Fever Ray rezipieren sich in ihren Artworks die Ästhetik des Genres. Das mag nicht zuletzt auch ein Verdienst von Bands wie Yellow Eyes sein. Die New Yorker, gegründet 2010, setzten bisher mit ihren Veröffentlichungen stets neue Maßstäbe, auch inhaltlich. In der US-amerikanischen Szene gehören Yellow Eyes neben weiteren aktuellen Vertretern zur Spitze der Bands, die ihr Schaffen als Absage zu den völkischen Phantasmen und kruden Positionierungen des Genres verstehen. Eine Grenzerfahrung bleibt die Musik dennoch. Ihr aktuelles Album „Immerson Trench Reverie“ ist ein apokalyptischer Mahlstrom. Ein rasender Sound, wie im Fieberwahn, der sich tumultartig und dennoch melodisch zu einem wahnsinnigen Klimax steigert. Episch!