XENIA RUBINOS

  Soul/HipHop/R'n'B-Konzert

Xenia Rubinos zählt sich selber zu den „Braunen“, genauer gesagt zu den Afro-Latinos. Die 31-jährige Musikerin wuchs als Tochter einer Puerto Ricanerin und eines Kubaners in Hartford, Connecticut, auf und lebt seit zehn Jahren in New York. Auf ihrem gerade erschienenen zweiten Album „Black Terry Cat“ beschäftigt sie sich intensiv mit brownness und blackness. So zitiert sie etwa in dem Stück „I Won’t Say“ einige Sätze aus dem 1966 publizierten Essay „Who Will Revere The Black Woman?“ (Wer wird die schwarze Frau ehren?) der afroamerikanischen Jazz-Sängerin und Aktivistin Abbey Lincoln, in denen es um die Haare, die Haut und die Hintern schwarzer Frauen geht. Weil diese nicht den weißen Schönheitsstandards entsprächen, würden sie abgewertet. Xenia Rubinos integriert die kämpferischen Elemente und die Feier von schwarzer Schönheit, die derzeit ja auch im Werk von Beyoncé eine große Rolle spielt, auf höchst elegante Weise in das schillernde Facettenreichtum ihres Albums. Denn „Black Terry Cat“ ist von einer großen Stilvielfalt und Spielfreude geprägt. Es lässt sich keinem Genre klar zuordnen, sondern verbindet R’n’B, Hip-Hop und Funk mit Jazz- und Rocksplittern. Mal blitzt Rubinos Verehrung für Nina Simone („Black Star“) auf, mal scheint durch, dass sie zur Inspiration viel Erykah Badu gehört hat. Auch an die fusionsfreudige Jazzmusikerin Esperanza Spalding muss man hin und wieder denken, etwa wenn sich im wunderschönen „Lonely Lover“ Gesang und Bass spiralförmig umeinanderwinden, auseinanderdriften und wiederfinden.